Sicherheit am Arbeitsplatz

Sicherheit ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Dies ist eigentlich keine Neuigkeit und von der Theorie her kein eigenes Blogposting wert.

Wir haben in den letzten Monaten und Wochen am eigenen Leib gespürt, was Sicherheit bedeutet. Viele Fixpunkte in unserer Gesellschaft sind weggebrochen bzw. waren nur noch eingeschränkt verfügbar. Einige fühlten (oder fühlen) sich in der aktuellen Situation unsicher. Kurz gesagt, einige safe-haven werden durch einen Sturm ordentlich durchgeschüttelt.

Zurück zum Thema, Sicherheit am Arbeitsplatz

Am Ende jedes Arbeitstages sollen alle Menschen gesund und vor allem unverletzt wieder nach Hause gehen können! Das ist bzw. muss in allen Organisationen Handlungspunkt Nummer 1 sein. Ein sehr theoretischer Ansatz, dessen bin ich mir bewusst. Vor allem müssen wir derartige Handlungsziele erst in die Köpfe und Handlungen bei allen Menschen fest implementieren.

Das Zusammenspiel von Mensch und Technik muss bei diesem Thema optimal verbessert aufeinander abgestimmt werden.

Die Rechtsmaterie zum technischen Arbeitnehmerinnenschutz

Im safety-Bereich ist beinahe alles geregelt. Entweder steht dem gelernten Österreicher ein Gesetz, eine Verordnung, eine Norm, einen Normenregel, eine Leitlinie oder eine Handlungsempfehlung zur Verfügung.

Man möge glauben, dass alles geregelt ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich das es einige Bereiche gibt, in denen wir zu wenig Handlungsleitlinien haben während ich selbst im Gegenzug nicht müde werde die Regelungsflut zu kritisieren.

Grundsätzlich können wir in Österreich von sicheren Arbeitsplätzen ausgehen. Die Vorgaben und die Genehmigungsgrundlagen stellen das Grundgerüst für sichere Arbeitsplätze zur Verfügung. Nicht mehr. Der Rahmen muss durch die Organisationen selbst gefüllt werden. Auf gut österreichisch, jetzt hüpft der Affe ins Wasser.

Innovationen und safety

Wie funktioniert safety und Innovationen. Innovationen bei Arbeits- und Organisationsabläufe driften oft vom eigentlichen safety-Gedanken ab. Der Antrieb zu den Innovationen hat meistens einen wirtschaftlichen und / oder ökologischen Hintergrund.

Aus meinem Tagesgeschäft kann ich dir bestätigten, dass die moderne und innovative Arbeitswelt ein interessantes Tätigkeitsfeld für safety-experts ist. Das (österr.) Rahmenregelwerk ist für Innovationen oft zu sperrig. Technische Neuerungen und Innovationen erfordern neue und moderne safety-Lösungen. Die Lösungen müssen an den safety-Rahmen angepasst werden, damit die Projekte „genehmigungsfähig“ werden.

Ein sperriger Rahmen

Was ist wohl besser? Ein flexibler Rahmen, der schnell und einfach angepasst werden kann oder ein starres – teilweise veraltetes – Rahmenregelwerk?

In der aktuellen Zeit, in der wir mit vielen technischen Neuerungen konfrontiert sind, ständig an neuen Arbeitsweisen und technischen Verbesserungen arbeiten kann und ist das österreichische safety-Regelwerk sicherlich ein wenig sperrig. Wobei wenig in vielen Dingen noch nett formuliert ist.

Das Ganze hat jedoch auch Vorteile. Aufgrund des Rahmenregelwerks sind technische safety Vorgaben mehr oder weniger gut im Vorhinein kalkulierbar sofern die safety Experten rechtzeitig eingebunden werden. Immerhin gibt es eine Vielzahl an Vorgaben für die Errichtung und vor allem für den Betrieb.

Ob und wie alle Vorgaben Sinn ergeben liegt natürlich im Auge des Betrachters. Bei dieser Gelegenheit müssen wir aber einen Faktor unbedingt mitdenken. Die Zahl der Arbeitsunfälle inkl. der schwere haben wir sicherlich auch dem Rahmenregelwerk zu verdanken.

Der Vorwurf, dass die rechtlichen und normativen Vorgaben die Projektierung und den Betrieb behindern gelten somit nur bedingt. Safety ist viel mehr als die Einhaltung von Regelwerken. Damit alle Menschen am Ende des Arbeitstages die Arbeitsstelle gesund und unverletzt verlassen können bedarf es viel mehr als das Befolgen von Regelwerken. Mindset ist alles.

In Österreich ist immer wieder vom technischen ArbeitnehmerInnenschutz die Rede. Welch schön sperriger Begriff. Hier kann einiges hineininterpretiert werden. Vom klassiker über Belichtungsflächen und Schreibtischanordnungen in Büros bis hin zu technischen Schutzeinrichtungen für die Sicherheit der anwesenden / hantierenden Menschen.

Am Ende des Tages ist ein sicherer Arbeitsplatz die Summe vieler Faktoren. (Planung + Errichtung + Betrieb) * human factor. Ohne Berücksichtigung und vor allem Einbindung der handelnden Menschen werden wir alle keine sicheren Arbeitsplätze schaffen.

Was ich dir noch schreiben möchte

Das wir am Ende jedes Tages gesund und unverletzt nach Hause gehen können ist es wichtig, dass wir perfekt zusammenspielen.

Wirtschaftliche Interessen dürfen aus meiner Sicht nie vor Gesundheits- und Sicherheitszielen gesetzt werden. Die gesamte safety Leistung ist schwer zu bewerten, muss jedoch immer bedacht werden. Beim Versagen des safety Netzwerkes müssen immer hohe Kosten berücksichtigt werden. Hier nur einige Beispiele für verschleppte Kosten die durch durch ein fehlendes bzw. mangelhaftes safety Netzwerk entstehen können:

  • Behandlungskosten
  • Stillstände
  • Technische Ausfallzeiten
  • Reputation
  • Unerfüllbare Lieferverpflichtungen

Diese Liste könnten wir noch weiterführen. Ich wollte dir damit nur einen kurzen Ein- bzw. Überblick geben warum die Erfüllung von Sicherheitsvorgaben für alle handelnden Personen wichtig und für die Organisation selbst unerlässlich ist.

Ich werde mich hier in Zukunft mehr dem Thema safety widmen. Lass mich wissen wie du das Thema safety siehst.

bis demnächst in diese Theater.

stay safe and make some noise.

meier & out

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.