Verändere dich selbst

Alles ist im Fluss der Veränderung. Das Wort Change wird uns immer wieder vorgebetet. Ja, Veränderung ist notwendig und wichtig. Die Frage ist immer, wie du selbst damit umgehst.

In meinem Umfeld sind einige Menschen, die sich mit Veränderungen immer sehr schwer tun. Die Frage ist immer wie geht das Individuum damit um.

Die Zeilen für dieses offrecords-Posting sind an einem sonnigen Sonntag entstanden. Es ist ein Sonntag wie jeder andere. Wenig doings, ein wenig Sport, der traditionelle Sonntagsspaziergang zum Abschalten, planen und reflektieren. Business as usual. Die Wochenplanung ist abgeschlossen.

Derzeit bin ich wieder Teil von einigen interessanten Veränderungsprojekten. Diese Projekte machen mir unheimlich viel Spaß. Hier kann ich viel fachlichen Input einbringen und die Inhalte der letzten Lehrjahre optimal einbringen. Ich denke, dass ist der Grund, warum ich gerne für derartige Themen eingesetzt werde.

Aus der Wissenschaft wissen wir, dass wir selbst rund alle sieben Jahre komplett erneuert sind. Die Veränderung ist von der Natur aus vorgesehen. Sie ist uns in die Wiege gelegt. Warum dann der Mensch ein Gewohnheitstier geworden ist, verstehe ich nicht.

Viele tun sich echt schwer mit Veränderungen. Auch wenn am Ende wenig Neues ist. Oft genügen schon kleinste organisatorische Themen, um das Schiff aus dem Ruder laufen zu lassen.

Ich gebe zu, mit derartigen Menschen habe ich ein Problem. Viele finden für alle Lösungen und Themen Probleme, die es theoretisch nicht gab. Im Zuge des Veränderungs- bzw. Erneuerungsprozesses werden diese (theoretischen) Probleme natürlich beachtet, bewertet und Lösungen dafür erarbeitet.

Zu Beginn des Postings habe ich in den Raum geworfen, dass es eine Frage ist, wie man selbst mit Veränderungen umgeht. Ich mache immer wieder die Beobachtungen, dass sich eine große Gruppe der Menschen mit dem Blick auf das große Ganze sehr schwertut.

Bei Change-Projekten versuche ich immer, alle möglichen Blickwinkel zu betrachten und verwende (manche meinen, ich verschwende) Zeit, um mir ein umfassendes Bild zu machen. Ich versuche, Gründe und Notwendigkeiten aus dem verschiedensten Blickwinkel zu erarbeiten. Diese Art bringt mir den notwendigen emotionalen Abstand. Die Trennung von Emotion und Sache ist mir persönlich immer sehr wichtig.

Dieses kürzere und oberflächliche Blogposting dient ein wenig der Psychohygiene und bringt mir ein wenig Abstand zu den Verhinderern und Blockierern. Veränderungsprojekte, aller Art, machen mir enorm viel Spaß und bringen immer wieder neue Möglichkeiten hervor.

Möglichkeiten präsentieren sich selbst. Wir müssen nur hinsehen und sie ergreifen. Nicht immer ist die Trennung von Emotion und Sache einfach. Das sagt dieses Posting nicht aus. Es benötigt Zeit, Abstand und Übung. Regelmäßiges Training hilft dabei und ist notwendig.

Zum Abschluss noch ein kleines Praxisbeispiel. Das Blogprojekt der-meier.at. Lange hatte ich darauf hingearbeitet. Wahrscheinlich zu lange. Ich wollte es zu „perfekt“ machen. Eines Tages hatte ich dann vor vielen Jahren begonnen. Mehr recht als schlecht. Aber hey, es war ein Beginn. Dank der Unterstützung von @magedu startete das Blogprojekt. Die Versagensängste mussten beiseitegeschoben werden. Durch die Blogkooperation mit @magedu war es einfacher. Wir bloggten dahin, über die Qualität dürfen unsere Leserinnen und Leser entscheiden.

Ich betrachte das Projekt der-meier.at bis jetzt als Welle. Nach dem Start gingen mir relativ schnell die Themen aus. Im Nachhinein und mit Stand jetzt (Sternzeit 2023) wenig nachvollziehbar. Aufgrund der aktuellen (!) Routine kommen a) die Themen und b) die Texte mehr oder weniger automatisch. Damals, in den Tälern von der-meier.at war ich immer auf der Suche nach Themen, las viel über Redaktionstools und Arbeitstechniken und wollte einfach zu viel. Viele von euch werden es wissen, die meisten Erfolge über Nacht sind das Ergebnis von jahrelanger, harter Arbeit.

Wobei harte Arbeit? Harte Arbeit im Jahr 2023 ist unsexy. Ok, die Blogtexte entstehen mittlerweile total smart und easy ;-).

Das Blogprojekt der-meier.at gibt es länger als es das Blog gibt. Ein sehr philosophischer Ansatz, dessen bin ich mir bewusst – und was hat das jetzt genau mit dem Thema Veränderung zu tun.

Nun ja, Veränderungen schlecht zu reden und sich dagegen wehren habe ich selbst lang genug gemacht. Im Offline-Leben gelang es mir gut, mich laufend und schnell an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Bei meinem Onlineprojekt war offenbar eine Sperre vorhanden.

Von der Planung / Konzeption ins Tun zu kommen, fiel mir aus irgendeinem Grund schwer. Zu schwer. Die Veröffentlichung von Artikeln hier flachte ab. Kurz vor dem ultimativen Tiefpunkt veröffentlichte nur noch @magedu Artikel. Bis es aus war.

der-meier.at ist ein gutes Beispiel wie Veränderung passiert und wie wir die Trendlinie über den Wendepunkt hinausbringen. Done is better than perfect. So begann ich, mir einfache und leicht erreichbare Ziele für den (letzten) Neustartversuch zu setzen.

Ich betrachtete es nicht mehr als Einzeleinheit, sondern brachte der-meier.at in Verbindung mit dem großen Ganzen. Suchte Möglichkeiten und Parallelen zu RL-Goals. Mit diesem Trick habe ich es geschafft. Ich habe es geschafft, dass hier wieder regelmäßig Texte erscheinen. Kein Mainstream-Blog mit Rekordviews. Ein Blog mit Texten aus meinen Interessensbereichen. Ein Blog, der ein Spiegel geworden ist. Ein Blog, der die Themen quasi von selbst generiert.

Mittlerweile bin ich in einer für mich passenden Schreibroutine angekommen und genieße die täglichen Minuten an der Tastatur. So entstehen die Beiträge hier auf mehreren Etappen, mehr oder weniger nebenbei.

Planung ohne Umsetzung ist wertlos. Im Nachhinein, mit dem notwendigen Abstand zu der Start- und Zwischenphase des Projekts, ist es glasklar. Ich hätte einfach drauf los bloggen sollen. Die Linie hat sich seit meinem Start nur unwesentlich geändert.

Zum Abschluss noch ein paar zusammenfassende Gedanken zur (laufenden) Veränderung:

  • Du kannst Veränderung nicht aufhalten.
  • Veränderung gehört zum Leben auf der Erde.
  • Ohne Veränderung wären wir nicht an unserem heutigen Punkt angelangt.
  • Halte Abstand zu veränderungsresistenten Menschen.
  • Verändere dich (täglich).
  • Fokussiere dich auf das Gute (nimm mein Blogprojekt als Beispiel ;-))

… bis demnächst in diese Theater.

stay safe and make some noise.

meier & out

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert